Willkommen

Hallo liebe Freunde und Leser dieses Blogs.

Ich habe diesen Blog erstellt, um die Leute über meine Tätigkeit in Litauen auf dem Laufenden zu halten. Ich wünsch euch viel Spaß.
PS.: Bitte nehmt mir die Rechtschreibfehler nich übel.

Sonntag, 22. August 2010

Radtour rund um Panevezys

Hallo ihr Lieben,

der August begann arbeitstechnisch etwas holprig. Meine Supervisorin ist im Urlaub. Ramon und zwei weitere Kollegen haben ebenfalls Urlaub. Ergo. Ich bin mit der Direktorin und Sekretärin Nijola alleine in der Parkdirektion. Deswegen gestaltet sich die Arbeit auch etwas einseitig. Den ersten Montag im August saß ich nur rum. Daraufhin beschloss ich am Dienstag auf eigene Faust in den Wald zu fahren und sauber zu machen. Den Rest der Woche kümmerte ich mich um die Rasenpflege und bekam die Aufgabe eine Flyer über Freizeutaktivitäten im Park zu gestalten. Rasen mähen und den Flyer gestalten waren auch in der zweiten Augustwoche meine Hauptaufgaben. Im Allgemeinen würde ich mein Schaffen als ganz okay einschätzen.

Diese Woche startete ich mit meinem Mitbewohner Johannes eine Fahrradtour rund um Panevezys.
Wir starteten am Montag 10.30h in Panevezys mit der Mission Interviews über den EFD und die Regionalbibliothek zu machen. Nach 30km 4 Dörfern und einigen Schwimmpausen kamen wir am späten Nachmittag in Raguva an. Der erste Etappenort unserer Reise. Ich errinnerte mich daran, dass einer meiner Kollegen in Raguva wohnt und versuchte über meine Chefin raus zu finden, ob meine Vermutung stimme. Ich wollte ihn gerne mal besuchen. Doch Lina hat etwas falsch verstanden und Robertas gleich nach einem Schlafplatz für uns gefragt. Unsere Schlafplätze wurden eigentlich von der regionalen Bibliothek organisiert. Robertas kam zum Haus einer Bibliothekarin und es begann eine wilde Diskussion unter den Litauern, wo wir den schlafen. Am Ende überließen sie uns die Entscheidung. Wir entschieden uns für Robertas, weil ich ein sehr gutes Verhältnis zu ihm habe. In seinem Haus angekommen gingen wir mit seinen Töchtern und deren Freunden zu einem nah gelegenen Backersee. Danach zeigte uns Robertas sein Haus und seine Münzensammlung bevor wir bei Tee und Bier noch bis spät in die Nacht quatschten.
Am nächsten Morgen wachten wir 8h auf und bekamen ein tolles Früstück. Um etwa 10h30 brachen wir auf, um erst in Raguva ein paar Interviews zu machen und später unsere Reise Vortzusetzten.
Bei den Interviews wurde ein riesen Problem Litauens offen gelegt. Alkoholismus. Schon früh um 10h30 trafen wir 10 teils betrunkene teils sturzbetrunken Männer im Alter von 25-50. Sehr traurig, aber Realität. So sieht Zukunftslosigkeit aus. Raguva war kein Phänomen. Nahezu in jedem Dorf konnten wir Betrunkene antreffen. Ob früh am Morgen oder spät am Nachmittag. Mir fehlen die Worte, um dies zu beschrieben.
Von Raguva ging unsere Trip, bei tollem Fahrradwetter erst nach Ramygala und dann ins Bisonreservat, wo wir bei einer anderen Kollegin von mir übernachteten. Dort wurden wir hervorragend versorgt und ließen den Abend ruhig ausklingen. Am nächsten Morgen besuchten wir das Stumbra-Reservat und machten uns auf den Weg nach Eriskai, wo wir von einem Freund von Johannes eingeladen wurden. Die Zeit verging und verging und wir mussten uns gegen 14h30 von ihm verabschieden, um unseren weg fortzusetzen. Die nächsten Orte waren Upyte und Krekenava. In Krekenava habe ich zusetzlich Julius und seine Freunde getroffen. Nach kurzem Smalltalk willigten sie ein, mit mir ein Interview zu machen. 5 Befragungen auf einen Schlag. Das war ziemlich erfolgreich für mich. Es war während de Trips sehr schwer Jugendlich im geeigneten Alter zu finden. Nach Krekenava peilten wir die letzten 10km in das Buchschmugglermuseum Ustrone an. Dort wurden wir vom Besitzer Audrius mit Musik empfangen und danach folgte eine kleine Erfrischung im eiskalten Bach, welcher am Haus vorbei fließt. Nach dem Bad gab es ein herzhaften Abendbrot mit tollen Gesprächen. Den schönen Abend rundete eine Lagerfeuer ab. Hir konnten wir viele gute Gespräche mit Audrius und Gerdius führen. Gerdius war unserer Übersetzter, den für tiefgründige Unterhaltungen reicht unser Litauisch einfach nicht.
Am Donnerstag Morgen machten wir uns auf nach Naujamiestis, um in Smilgai anzukommen. An diesem Tag erlebten wir was lietus Lietuva bedeutet. Wir wurden völlig Nass. Hinzukam, dass wir diese Nacht in der Bibliothek übernachten mussten. Die Stühle und der Boden waren nicht gerade sehr komfortabel für unsere müden Körper. Die Etappe am Freitag brachte uns bei wiederum schönem Sommerwetter nach Paistris. Dort schliefen wiederum in der Bibliothek und schauten uns den Bundesligaauftakt an.
Am Samstag bewegten wir unseren Müden Knochen nach Hause und ruhten uns das Ganze Wochenennde aus.

lg

Joern

Montag, 2. August 2010

Mein EVS in Litauen

Labas Mitfreiwillige, Conny und Heide,
nach dem mein EVS hier auf die Zielgerade zugeht, schaffe ich es nun endlich einen "kleinen" Bericht abzuliefern. Ich fange vielleicht mit unserer Wohnung an.
Ich lebe mit noch einem Deutschen und einem Spanier in einer dreier WG. Das WG-Leben an sich gefällt mir recht gut, auch wenn ich am Anfang etwas Probleme hatte. In der WG hat jeder von uns sein eigenes Zimmer. Hinzu kommt eine Küche, Bad,Toilette und 2 Balkons. Im Bad gibt es kein Waschbecken, was im ersten Moment etwas komisch war. Naja. Der Mensch gewöhnt sich an alles.
Hier seht ihr den Schreibtisch in meinem Zimmer. Das Zimmer ist eigentlich für 2 Personen ausgelegt. Glücklicherweise wohne ich alleine und habe mega viel Platz.
Schreibtisch
Das Zimmer sah farblich etwas kahl aus. Ich bekam von meiner Organisation die Möglichkeit, mein Zimmer zu streichen. Jetzt erstrahlen zwei Wände in Hellgrün und es ist super gemütlich. Leider ist meine Kamera kaputt und ich muss euch alte Bilder zeigen.
Hier seht ihr mein Bett, welches jetzt auch schon nicht mehr an diesem Fleck steht, weil ich auch die Möbel komplett geändert habe.
Gestaltet habe ich die Wände mit all den schönen Abschiedsgeschenken, welche ich von Freunden und Familie bekommen habe.
Beispiele gefällig?
Fotoalbum
Heimatwand Bild 1
Heimatwand Bild2
Wir sind jetzt mittlerweile die 4. Generation Volunteers in Kniaudiskiu gatve 46-8. Das hinterlässt Spuren...........
Jeder Freiwillige hinterlässt seine Fußspuren in der Wohnung, wenn er nach Hause fährt. Ich werde meine Schuhe am 14.9 an die Wand nageln!
Unsere Küche ist klein, aber hat viel Charakter......
Die Hall of Fame.....
Jeder Zeitungsartikel wird an die Wand gepinnt.
#
Das soll es zu meiner Wohnung gewesen sein.
Ich arbeite im Krekenava Regional Park. Krekenava ist ein kleines Städtchen mit 2000 Einwohnern. Die neue Parkdirektion gibt es seit etwa 1 1/2 Jahren
Direktion
In der Direktion arbeiten insgesamt 5 Festangestellte und 2 Freiwillige. Die Arbeitsatmosphäre ist meißtens ganz okay. Manchmal gibt es Differenzen mit der Direktorin, aber wir haben sie während unserer zeit hier schon zum positiven verändert.
Mein spanischer Kollege Ramon und ich bei der Arbeit.
Müll bekämpfen ist eine unserer Lieblingsbeschäftigungen in Litauen.
Das ist die Ausbeute von einem Ausflug. Man kann wirklich alles finden.....
Ein Bild von Ramon und mir am Anfang unseres EVS.
Hier könnt ihr uns mir unserer Mentorin sehen.
Währen meines EVS machte ich eine Präsentation über Deutschland, speziell über Thüringen. Es war eine sehr schöne Veranstaltung.
Hier präsentiere ich unser Heimatland
Danach gab es was für den Magen. Lecker Kartoffelsalat.
Weiterhin sind Ramon und ich in die Organisationen von verschiedenen kulturellen Veranstaltungen einbezogen. Unter anderem gab es ein Winterfest, 2 Frühlingsfeste und viele andere kleine Veranstaltungen. Wir waren mit einer Gruppe von Scouts zelten, haben in der Schule Kochunterricht gegeben und Fahrradtouren veranstaltet. Alles in Allem habe ich ein schönen EVS, auch wenn es manchmal etwas langweilig ist, weil wir nicht so viel zu tun habe.
Ich liebe Land und Leute hier. Mir wurde schon des öfteren ein Gastfreundlichkeit gezeigt, welche ich so aus Deutschland nicht kenne.
Ich genieße meinen letzten Wochen hier und freue mich schon wieder auf zu Hause.
Wenn euch dieser kleine Bericht neugierig gemacht hat, dann schaut doch auf meinem anderen blog vorbei. Dort könnt ihr alles etwas ausführlicher finden.
www.joern-goes-to-lithuania.blogspot.com
viso gero ir sekmes
jusu joernas

Montag, 19. Juli 2010

Klaipeda-Nida-Klaipeda

Labas ihr Lieben.

Ich entschuldige mich, dass ich euch dem Bericht von meiner Russlandreise schuldig geblieben bin. Leider war es einfach etwas zu viel und ich werde ihn in gekürzter Form nachreichen.

Das letzte Wochenende hat wieder ein einmaliges Erlebnis gebracht. Am Freitag Nachmittag machte ich mich mit Johannes und Eva auf nach Klaipeda. Nach einem erfolgreichen Hichhiking Trip landete ich um etwa 19h in Klaipeda. Dort traf ich Florian aus Frankreich, der mich abholte. Wir machten uns beide auf den Weg zu seiner Wohnung. Diese liegt im Zentrum und genießt bei de Freiwilligen einen sehr guten Ruf. Beinahe jedes WE haben die beiden EVSler Gäste. So auch dieses WE. Insgesamt kamen sogar 13 Gäste. Es wurde zusammen gekocht und danach ausgegangen. Am nächsten Morgen machte ich mich mit Jojo auf zum Fahrradverleih. Für völlige übertrieben 70 Litas liehen wir zwei jeder ein Fahrrad für 2 Tage. Danach setzten wir mit der Fähre auf die traumhafte kurische Nehrung über. Unser Ziel war klar. Nida! 50km entfernt, ist es sowohl die letzte Stadt vor der russischen Grenze, als auch der beliebteste Urlaubsort der deutschen im ganzen Baltikum. Unsere Reisegruppe, die die etwas andere Herausforderung suchte, bestand aus 2 Polen, 4 Litauern und 3 Deutschen. Wir machten uns auf den Weg und schnell stellte sich heraus, dass jeder verschiedene Ansichten vom Reisetempo hatte. Ich habe mich für die langsame Gruppe entschieden, um einfach die Nehrung, mit all ihren Schönheiten, zu genießen. Wir machten nach einigen Kilometern eine Badestop. Diesen hatten auch alle nötig. Fahrrad fahren bei über 30° ist kein Zuckerschlecken. Danach ging es im Bummeltempo weiter. Der nächste Stop sollte etwas ganz besonderes Bereithalten. Fernab vom Fahrradweg warteten die grauen Dünen auf uns. Diese Berge aus Sand bewegen sich im Jahr zwischen 1m und 15m. Kaum vorstellbar, wenn man vor ihnen steht. Allerdings bot der Aussichtspunkt noch eine andere Seltenheit. Man konnte das Meer zu beiden Seiten sehen. Auf der einen Seite die Weite der Ostsee und auf der anderen Seite die Bucht und am Horizont das litauische Festland. Ein unglaublicher Blick. Nach diesem Stop fuhren wir zum nächsten Dorf und machten ein kleines Picknick. Die letzten 12 km überstanden alle super und wir kamen am späten Nachtmittag in Nida. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir der Weg besser gefallen hat als Nida. Es ist halt ein Touristenort. Überflutet mit Hotels, Restaurants und Souvenirständen. Nicht so mein Fall, aber Okay. Nach traditionellen Zeppeline statteten wir uns mit Kaltgetränken aus und verbrachten den Abend am Strand. Die Nacht brach hinein und wir schliefen unter freiem Sternenhimmel.
Am nächsten Morgen machte ich mich mit Jojo früher auf den Weg nach Hause, weil wir schließlich noch 300 km heim Trempen mussten. Wir kamen sehr gut voran und waren auf dem Weg zur Rekordzeit. Bei Kilometer 25 brach ein Regen los, den ich so aus Nahdistanz noch nie erlebt habe. Wir waren binnen 2min total nass, Hagelkörner schlugen uns ins Gesicht, doch wir entschieden uns weiter zu fahren. Beide tierisch angenervt vom Regen kamen wir nach 3 Stunden Fahrzeit in Klaipeda an. Zum Trempen hatten wir beide keine Lust mehr. Das Wetter schien auch nicht mehr besser zu werden. Wir nahmen eine warme Dusche bei Florian und Mikola und um 15h ging es auf die fast 5-stündige Busreise nach Panevezys. Teurer Spaß.
In Pane zurück, waren wir beide total kaputt, aber stolz auf das am WE erlebte

Bilder vom Trip folgen.


iki
euer Jörn

Donnerstag, 17. Juni 2010

Eltern zu besuch

Hallihallo,

Ende Mai haben mich meine Eltern in Litauen besucht. Nach mehr als 3 Monaten ohne sie, holte ich sie am 23.05.2010 vom Flughafen in Kaunas ab. Die Freude, sie endlich wieder im realen Leben zu sehen ,war riesig. Nach dem wir und ausgiebig begrüßt haben, machten wir uns mit dem Bus auf in das Stadtzentrum von Kaunas. An diesem Wochenende war Kaunastag und die Straßen waren gesäumt mit tausenden von Menschen, die etwas kauften, verkaufen oder einfach nur ihre Stadt vorstellten. Ich denke, der erste Eindruck meiner Familie war sehr gut. Am Abend machen wir uns mit dem Bus auf nach Panevezys. Alle waren sehr geschafft vom vielen Laufen und froh gegen Abend endlich in unserer Wohnung anzukommen. Die Überraschung der etwas anderen Art und Weiße stand meinen Eltern, Sophia und Omi ins Gesicht geschrieben, als sie unsere Wohnung betraten. Sogar in Volunteerkreisen gilt sie als sehr speziell. Geprägt von nu mehr der 4. Generation Freiwilligen, ist sie sehr bunt geschmückt und dekoriert. In dieser Woche konnte meine Familie erfahren, was es bedeutet also Freiwilliger zu leben. . Zu 4 in einem Raum schlafen, mit Schlafmatratze und Schlafsack ausgerüstet, fühlten sie sich ganz wohl im Kniaudiskiu-Flat.
Von meinen Mitbewohnern Jojo und Ramon wurden sie herzlich begrüßt. Nach dem Abendbrot vielen alle Müde ins Bett und wahren schon voller Vorfreude, auf den Besuch in meinem Projekt am Montag.
Nach einem ausgiebigen Frühstück machten sich die 5 Litauenabenteurer am montag Morgen auf ins schöne, beschauliche Krekenava. Auf dem Weg dort hin konnten sie einen kleinen Einblick in die litauische Landschaft bekommen und wahren doch sehr verwundert, dass die Gegend eher dünn besiedelt ist. Nach der Ankunft in Krekenava und einer kleinen Stadtführung liefen wir zur Direktion des Krekenava Regional Parks. Meiner Arbeit. Einen Baumkuchenas als kleines Geschenk im Peddo, betraten wir die Direktion und wurden von meinen Kollegen herzlich willkommen geheißen. Lieder waren an diesem Tag "nur" Roberats,Nijole und Jolanta da. Nach einem Tee und regen Gesprächen, machten wir uns auf zum Reservat der Bisons. Gefahren wurden wir von Jolanta un Nijole. Die Tiere machten auf meine Familie den Gleichen Eindruck, wie auf mich. Stark, Stolz, Furchtlos und doch sind sie vor dem Aussterben bedroht. Von den Moskitos gepiesackt zeigte uns Jolanta ihr Anwesen und danach wurden wir von Jolanta zum Tee eingeladen. Das ist Litauen. Eine Gastfreundlichkeit, die man in Deutschland oft etwas vermisst. Ein schöner Tag ging zu Ende und wir machten uns auf zurück nach Pane. Dort sollte die letzte Überraschung auf meine Ellis, Sophia und die tapfere Omi warten. Meine Mentorin hatte uns alle zum Zeppeline essen eingeladen, welche von ihrer Schwiegermutter zubereitet wurden. Ramon und Johannes waren auch von der Partie und es entwickelte sich ein sehr schöner Abend, welcher für mich in der Konfusion der Sprachen endete. Ich war am Ende so kaputt und müde vom Übersetzten, dass ich einfach nur noch in mein Bett wollte.
Am Dienstag traten wir die Reise nach Trakei an. Natürlich wieder mit dem Bus steuerten wir die wohl schönste Wasserburg Europas an, welche sich in der Nähe von Vilnius befindet.
Kaputt von der Busfahrt und unter etwas Zeitdruck endlich in Trakei angekommen, wurden wir für die Anstrengung belohnt und bekamen eine wunderschöne Burg zu sehen. Diese war auf Grund der Vorsaison noch nicht von Touris geflutet und wir hatten genug Zeit alles anzuschauen.
Nach einem tollen Spaziergang Rund um das Schloss, welchen Oma wieder mit viel Einsatz gut meisterte, traten wir die Reise zurück nach Panevezys an. Wieder total müde, genervt vom vielen Bus fahren, aber Glücklich über das Erlebte klang der Abend in einer ruhigen Runde in unserer Küche aus.
Am Mittwoch konnte ich meine Eltern überreden noch eine letzte Busfahrt mit mir zu unternehmen. Diesmal brauchte ich schon mehr Überzeugungskraft, da die Anstrengungen der letzten Tage Spuren hinterlassen hatten. Unser Ausflugsziel war Siauliai. Der Berg der Kreuze, welcher mit 200.000 Kreuzen gesäumt ist. Eine Pilgerstätte für viele Katholiken, weil dieser Berg in Europa einmalig ist. So viele Kreuze auf dem Berg, so viele Geschichten gibt es über ihn. Leider spielte uns das Wetter an diesem Tag nicht in die Karten und es fing an zu regnen. Da wir unseren Bus zurück nach Siauliai und dann nach Panevezys bekommen mussten machten wir uns auf den Weg zur 1 km entfernten Bushaltestelle. An diesem Tag bekam meine Familie eine andere litauische Normalität mit. Busfahrpläne sind relativ! Völlig durchnässt vom Regen und geärgert vom Wind, mussten wir mehr als eine 1/4h länger auf den Bus warten. Die Laune ging natürlich in den Keller. Als der Bus doch endlich ankam, waren wir alle sehr glücklich. Am letzten Abend in Panevezys saßen wir noch einmal alle zusammen und ließen die schöne Woche Revue passieren. Mit Freude konnte ich feststellen, dass meinen Eltern Litauen sehr gut gefallen hat. Auch meine Omi war sehr von diesem, etwas anderem, Land begeistert. Ich habe mich darüber sehr gefreut.
Am Donnerstag machten wir uns wieder auf nach Kaunas, wo wir die letzte Nacht in einem Hotel verbrachten. Nach dem einchecken machten Mutti,Vati, Sophia und ich noch etwas die Stadt unsicher. Singende und Tanzende Jugendlich auf den Straßen waren die Belohnung. Wieder ein Stück Litauen. Oma ließen wir diesmal zurück, weil die Anstrengungen der letzten Tage doch sehr hoch waren. Hab mich super gefreut, dass du da warst und so super durchgehalten hast. Bin stolz auf dich, wie du auf mich.
Ich führte meine Eltern noch zu einem Aussichtspunkt in Kaunas und zur alten Burg. Plötzlich war es auch schon wieder Abend.
Freitag Früh verabschiedet ich mich im Hotel von meinen Eltern, welche vom deutschsprachigen, sehr netten Hotelbesitzer zum Flughafen gefahren wurden.
Ich legte mich schlafen und stürzte mich später am Tag in meinen nächstes Abenteuer............



Viso Gero
Joern

Dienstag, 18. Mai 2010

Midterm-Training

Labas ihr Liebe,

letzte Woche stand das nächste und letzte Seminar in Litauen an. Nach dem ich das Wochenende mit meinem Flatemate Johannes in Kaunas verbracht hatte, ging es am Montag auf nach Daugirdiskis. Diese kleine beschauliche Ortschaft liegt in der Nähe von Vievis. Wir fuhren mit dem Bus nach Vievis und wurden, dann von einem Kleinbus abgeholt. Es sind also nicht mal reguläre Busse dort hin gefahren. Wir waren im nirgendwo von Litauen, abgeschnitten von der Außenwelt, aber untergebracht in einem kleinen Häuschen, welches ein Seminarhaus und eine Sauna enthielt. Mir hat es dort echt super gefallen. Es war sehr ruhig und still. Unberührte Natur.
11 Freiwillige zählte das Seminar

Gabor und Rita aus Ungarn
Darria aus Moldavien,
Anushk aus Armenien,
Anatoli und Tatjana aus der Ukraine,
Ulla aus Polen,
Florance aus Frankreich,
sowie Johannes, Eva und ich aus Deutschland.






Es war eine sehr buntgemischte Truppe, welche sehr gut zusammen gepasst hat. Es kamen während der ganzen Woche viele schöne Gespräche zustande. Die Themen waren recht unterschiedlich. Meißtens drehte sich es um Reisen, Sprachen und andere Kulturen.

Am Montag kamen wir alle erstmal an und es folgte eine kleine Serien von Kennenlernspielen. Danach sollten wir mit Hilfe von Kostümen, das befinden in unserem Projekt darstellen. Die Kreativität war gefragt. Es war Zeit zum ausflippen. Ich trug einen lagen gelben Plastesack, welcher die Sonne darstellt und die Hilfe und Unterstützung die ich jeden Tag in meinem Projekt erfahre und für die ich sehr dankbar bin. Weiterhin trug ich eine schwarze Perücke, welche den Schatten representiert, den unsere Direktorin manchmal in unserem Projekt verbreitet.

Dienstag war ein sehr anstrengender Tag. Es wurde sehr viel gesprochen, denn jeder musste sein Projekt vorstellen. Es wurde von unserer Trainerin Akvila auf jeden speziell eingegangen. Das hat die ganze Sache ziemlich langwierig gemacht.


Am Mittwoch gab es zur Entschädigung eine Runde Go-Cart-Fahren für alle, sowie eine Wanderung zum Teufelsloch.

Natürlich mussten wir auch etwas arbeiten. Es ging vor allem darum, was wir unserem Projekte geben und was wir bekommen. Wie sehen uns die Leute im Projekt? Was denken sie über uns?was denken die Kinder und Jugendlcihen, die mit uns zusammen arbeiten?
Ich war in einer Gruppe mit Darria. Unserer Ansicht nach sind wir beide kleine Stützen in unserem Projekt.;)

Am Donnerstag ging es dann wieder etwas trockener zu. Youthpass und die verschiedenen Arten der Organisationen standen auf dem Programm. Die überstanden alle relativ gut, den die Vorfreude auf den Internationalen Abend, mit vielen Gerichten aus unseren Heimatländern.
Paprikahänchen aus Ungarn,
Teigtaschen aus Armenien und Moldavien,
Apfelkuchen aus der Ukraine,
Majoeier aus Frankreich und und und???
Kartoffelsalat aus Deutschland.

Lecker,Lecker,Lecker

Nach dem Abendessen folgte eine kleine Präsentation über Deutschland von Jojo,Eva und mir, bevor der Abend am Lagerfeuer ruhig ausklang.

Am Freitag stand nur noch die Fotosession an. Ein kleines bisschen Wehmut, war bei der Verabschiedung auch dabei. Wir verabschiedeten uns jedoch mit der Gewissheit, die anderen bald wieder zu sehen.

Nach dem Wochenende fuhren Jojo und ich nach Vilnius und verbrachten das Wochenende mit anderen Freiwilligen.
Nach 10 Tagen ging es zurück nach Panevezys und ich war froh endlich wieder zu Hause zu sein.

Voller Vorfreude schau ich schon auf nächste Woche. Der erste Besuch aus Deutschland steht auf dem Programm.


Bis die Tage

euer joernas

Samstag, 8. Mai 2010

Geburtstagsgruesse nach Gera

Hallo liebe Oma Heidi,

ich wuensche dir auf diesem ausergewoehnlichen Wege alles Liebe und Gute zum Geburtstag. Viel Gesundheit und Schaffenskraft, weiter viele schoene Reisen und dass deine Traume in Erfuellung gehen. Feier schoen und lass es dir gut gehen. Ich freu mich schon darauf, dich im Herbst wieder zu sehen.


Ich vermisse dich.

Viele liebe Gruesse aus Litauen

dein Joern

Sonntag, 2. Mai 2010

Die letzen drei Wochen

Hallo ihr Lieben,

entschuldigt bitte, dass ich euch schon wieder fast einen Monat auf den den ächsten Blog warten lassen habe. Warum weiß ich auch nicht so genau, aber es ist irgendwie immer etwas anderes dazwischen gekommen. In meinen Projekt läuft es seit einem Monat echt gut. Wir haben immer viel zu tun. Ich bin mir jedoch nicht so sicher, ob wir das tun, was man als EVSler wirklich tun soll. Wir haben den Großteil der letzten zwei Wochen mit Holz hacken, Holz transportieren und Holz stapeln verbracht. Es hat halt nicht ganz so viel mit Umwelt zu tun, wenn man Feuerholz für die Direktion macht. Deswegen hat sich Ramon auch wieder beschwert. Seine Gejammer geht mir immer noch auf die Nerven, aber sonst verstehen wir uns mittlerweile ganz gut. So lange alles so läuft, wie er sich es vorstellt geht alles glatt. Die Direktorin geht mir voll auf die Nerven. Ich weiß nicht, was ihr Problem ist, aber ihr Führungstiel ist voll daneben. Deswegen wird es jetzt demnächst wohl ein weiteres Gespräch geben. Ramon hat dies wohl gewünscht. Keine Ahnung, was ich dazu beitrage. Ich versuche die Direktorin zu ignorieren, weil sie eh nicht für mich verantwortlich ist. Ich werde in diesem Monat versuchen einen kulturellen Abend mit einer Filmvorführung zu gestalten. Ich hoffe, dass es klappt.

Freizeittechnisch läuft es echt super. Seit ungefähr zwei Wochen habe ich Freunde aus Litauen. Am 16. 4 war ich das erste Mal ein Nachmittag mit ihnen in Krekenava unterwegs. Sie sind super nett.
An meinem Geburtstag habe war in Litauen "Reinige die Natur Tag" gefeiert. Alle Litauer waren auf den Beinen und haben ihre Städte und Wälder gereinigt. Dies war dringend nötig. Was ich jeden Tag an Müll im Wald sehe ist unglaublich.
Ich hab mit meinen neuen Freunden am Samstag in Krekenava ein Fest für die kleineren Schüler organisiert, welche ganz fleißig die Wälder rund um Krekenava gesäubert haben.

Das war mein Team:




Nach dem Fest für die Kinder, welche aus einer Art Stations -und Rätsellauf bestande gab es Tee und Kekse. Ich habe mich unglaublich wohl gefühlt.

Nach dem Fest ging es auf nach Vilnius zur Abschiedsfeier von Laura aus Spanien. Auch wenn ich sie nicht so lange kannte, wird einem an so einem Tag bewusst, dass EVS nur eine begrenzte Zeit ist und man viele der Leute nicht so schnell wieder sehen wird. Die Abschiedsflut wird in den nächsten Monaten noch weiter gehen. Es war ein wunderschöner Abend, der zu schnell verging und mit viel Wehmut endete. Viel Glück und Erfolg in Spanien Laura!

Am Samstag machte ich mich gegen Mittag auf zur Autobahn und musste nur 15 min auf ein Auto warten. Nach den letzten Misserfolgen hätte ich nicht damit gerechnet.
Die darauf folgende Woche verging sehr schnell. Wir haben zwar immer was zu tun. Allerdings ist es einfach nicht erwähnenswert. Die Wochenenden sind einfach viel spannender. Am 24.4 luden Queen Margit und King Jörn zur Geburtstagsmottoparty "BlingBling". Freiwillige aus Kaunas, Vilnius, Panevezys und Siauliai folgten der Einladung. Hinzu kamen noch ein paar Holländer, welche zur Zeit Praktikum in Pane machen und ein paar Litauer. Es war ein sehr lustiger und schöner Abend. Eine gelungene Party.
Am Sonntag ging es mit ein paar Freunden aus Vilnius nach Krekenava zum Picknick, wo wir auf Ugne und Simonas trafen, die uns begleiteten. Was soll ich sagen. In Krekenava vergisst man einfach die Zeit. So ruhig, voller interessanter Plätze, Natur pur. Großartig!
Am Abend fuhren wir wieder Heim und alle waren sich einig, dass es ein schöner Sonntagsausflug war.
Die nächste Woche habe ich mit Holz hacken und Müll aufsammeln verbracht.

Am letzten Samstag war Straßenmusiktag in Litauen und mir war es vergönnt etwas litauische Kultur zu erleben. Nachdem ich den kompletten Vortag in Krekenava verbracht hatte, fuhr ich am Samstag morgen mit Mantas nach Pane. Dort machten wir zusammen mit Ugne, Kristina, Indre,Dainora und Simonas Straßenmusik. Eine super schöne Erfahrung. Nach kurzer Zeit hatten wir 50 Litas eingespielt und gaben das Geld in einer Pizzeria aus. Den restlichen Tag verbrachten wir damit anderen Musikern zuzuhören. Abends ging es dann auf die Aftershowparty. Der Sonntag war dann sehr ruhig und stande im Zeichen von Aufräumen, Wäsche waschen und chatten

Ich entschuldige mich für die Faulheit der letzten Wochen.
Zur Entschädigung gibt es noch ein paar Bilder.:

Gruppenfoto




Am Lagerfeuer



Fussball mit Mantas




Sekmes

Viso gero

euer Joern

PS.:
Ich vermisse euch wie Sau!

Montag, 5. April 2010

Das etwas andere Osterwochenende



Labas,

Was habt ihr zu Ostern gemacht? Ostereier gesucht, euch die Bäuche voll geschlagen und Ostereier angemalt?
Ich stand 3 Stunden in Vilnius und versuchte mit Johannes ein Auto nach Panevezys zu bekommen. Doch davon später. Irgendwie war es doof Ostern nicht so wie immer zu feiern.

Am Ostersamstag machten wir uns auf zum "Hich-haking-Spot", um ein Auto nach Vilnius zu bekommen. Schließlich hatten wir Karten für ein Basketballspiel. Lietuvos Rytas Vilnius vs Zalgiris Kaunas. Schon auf dem Weg nach Vilnius wurde uns bewusst, dass das Tremperglück diese Wochenende nicht auf unserer Seite war. Nach etwa einer Stunde Wartezeit und dem Druck im Kopf, dass das Spiel 17h startet, entschieden wir uns den Bus zu nehmen. Es war jedoch kein normaler Bus, sondern ein sogenanntes "Black Taxi". Wir kamen für den halben Preis nach Vilnius. 16h kamen wir in Vilnius an und enterten erstmal eine Pizzeria. Danach machten wir uns uns auf zur Siemens Arena. Das Spiel begann und die Atmosphäre war super. Die Heimmannschaft legte los wie die Feuerweher und es drohte eine deutliche Auswärtsschlappe für die Basketballer aus Kaunas zu werden. Im 2 und 3 Viertel drehten sie jedoch richtig auf und holten sich die Führung. Es schien als hätte Zalgiris das Spiel im Griff, doch im letzten Viertel kam Vilnius, angefeuert von 5000 Zuschauern, zurück und drehte die Partie. Mit der Schlusssirene stand es 90:81 für die Heimmannschaft und die Freude der Anhänger in Schwarz-Rot kannte keine Grenzen. Schließlich hatte man den Erzrivalen und Konkurrenten um die Meisterschaft geschlagen. Die Kaunas Fans waren dementsprechend bedient. Die Rund 60 Supporters in Grün-Weiß feuerten ihr Team unverdrossen über die kompletten 40 Minuten an und hätten den Sieg verdient gehabt. Doch der Gegner war cleverer.
In der Spitze erreichte die Lautstärke in der Halle 112 Dezibil.
Fazit. Ein super Spiel, gute Stimmung und die Gewissheit, dass es nicht mein letztes Basketballspiel war. Bald starten die Playoffs;)
Nach dem Spiel machten wir uns auf den Weg zur Geburtstagsfeier von Ina, Daniel und Sophie. Am nächsten morgen machten wir uns auf den Weg nach Panevezys. Die erste Stunde verging und wir waren noch motiviert. In der 2 Stunde feuerten wir die Autos mit Laola- Wellen an und machten anderen Mist. Nach 3 Stunden Wartezeit, waren wir einfach nur frustriert. Auch wenn in der Zeit 6 Autos stoppten, fuhr keines nach Panevezys. Pech gehabt. Hoffentlich wird es das nächste Mal besser. Alles in Allem hätte ich mir lieber einen Ostersonntag im Kreise der Familie gewünscht. Wie immer halt. Trotzdem war der Samstag echt Mega cool.



visa gero
euer Joernas

Woche der Präsentationen



Laba diena mano drauges,

in der letzte Woche sollten die Präsentationen über Spanien und Deutschland von uns gehalten werden. Wochen der Arbeit sollten nun endlich die Ernte tragen. Wir entschlossen uns, die Präsentation zweimal zu halten. Die Premiere fand im Büro unserer Mentorin Rasa statt. Etwa 15 Leute folgten Rasas Einladung. Darunter auch ein Journalist, welcher einen Artikel über uns, in einer Tageszeitung, verfasste. Ich startete mit meiner Präsentation, welche von Loreta übersetzt wurde. Ich zeigt viele Bilder von Thüringen. Burgen, Schlösser, Thüringer Wald, Thüringer Klöße, Rennsteig, Hohenwartetalsperre, Saale, Jena und Wernburg. Beim Ausarbeiten und Halten der Präsentation wurde mir zwei Sachen bewusst. 1. Wir können Stolz darauf sein, aus Thüringen zu kommen. Fast alle Besucher, waren über die Landschaft in der Mitte Deutschlands überrascht. Weiterhin wurde mir noch etwas bewusst. So schön Litauen oder andere Länder der Welt sind. Auch wenn für mich jetzt schon fest steht, dass es nicht mein letzter Auslandsaufenthalt war. Nirgendwo ist es so schön wie zu Hause. Nichts liebe ich so sehr wie meine Familie, meine Freunde, Thüringen und Wernburg. Also geht mit offenen Augen durch eure Heimat und seht wie schön sie ist. Nach etwa 40 Minuten endete meine Präsentation und zum Abschluss gab es deutsche Schokolade.
Danach war Ramon an der Reihe. Auch wenn ich von ihm schon viel über seine kleine Insel erfahren habe, war es doch eine sehr schöne Präsentation. Auch wenn Mallorca nicht sehr groß ist, hat es doch eine Menge zu bieten. Jedesmal sehe ich das Funkeln in Ramons Augen, wenn er über Mallorca spricht. Hoffentlich ergibt sich die Möglichkeit, ihn zu Besuchen und den anderen Teil von Mallorca zu sehen. Der Teil, welcher nicht von Touristen geflutet ist. Der Teil, welcher nicht der Geldgeilheit von Unternehmern zum Opfer gefallen ist. Die Berge, die unberührten Strände und die Menschen. Jetzt bin ich natürlich ganz schön abgeschweift.
Nach Ramons Präsentation gab es von ihm handgemachte Soprasata. Ein Gedicht! Unser erster kultureller Abend ging also zu Ende. Die Woche in Krekenava verbrachte ich damit, Dekoration für die Präsentation am Donnerstag zu malen. Ich zeichnet zwei riesen Flaggen von Deutschland und Spanien. Diese wurden am Donnerstag aufgehangen und am Ende mit Grüßen der Besucher signiert. Die Präsentationen begannen um 16h. Rund 30 Besucher waren vor Ort und mir machte es riesig Spaß meine Land zu präsentieren. Weiterhin machte ich für die Präsentation Kartoffelsalat. So sehr die Litauer auch Kartoffeln lieben, dass kannten sie noch nicht. Dieser Tag war einer der schönsten in Litauen. Nach Ramons Präsentation folgte noch eine kleine Einlage der Schüler vom Gymnasium. Sie sangen für uns der Song: "Welcome to Lithuania" und ein anderes Litauisches Lied. Wir schlossen unsere Präsentationen mit dem Essen. Die Leute probierten spanische Tortillia und deutschen Kartoffelsalat. Vielen dank an Milda und Alina, die meine Präsentation übersetzten.



Adé

Mittwoch, 31. März 2010

Input - Stau und Die große Flut von Krekenava.

Hallo liebe Leute,

in den letzten Wochen war ich etwas schreibfaul. Ich erlebe einfach zu viel und kann nicht alles verarbeiten. Deswegen werde ich die letzten 3 Wochen jetzt hier zusammenfassen.
Die Woche nach dem Vilnius-WE hatten wir unser Einführungsseminar für neue Freiwillige in Litauen. Die Veranstaltung ging von Mittwoch bis Freitag und fand in der kleinen Stadt Kulautuva bei Kaunas statt. Voller Vorfreude, was mich erwarten würde, reiste ich also am Mittwoch morgen nach Kulautva. Insgesamt wurde ich nicht enttäuscht. Das Seminar war super und die anderen Freiwilligen, sowie unsere Trainerin waren sehr nett. Ich konnte viele neue Kontakt knüpfen und denke, dass sich während der Zeit in Litauen auch Freundschaften entwickeln können. Es gab viel zu erzählen, über unsere Länder und ihre Klischees.;) Nach dem Seminar entschieden wir uns in Kaunas zu bleiben, weil wir eine Einladung zu einer Geburtstagsfeier hatten und Kaunas besichtigen wollten. In Kaunas herrschte, wie das Wochenende zuvor in Vilnius, Ausnahmezustand. Es war wieder ein großer Markt mit allerlei Litauer Spezialitäten. Sehr nett, sehr anstrengt, sehr kalt. Mitte März hatten wir noch immer Minusgrade und so langsam nervte mich der Winter so richtig.
In der nächsten Woche gab es dann ein Krisengespräch zwischen allen Beteiligen unseres Projektes, weil Ramon und ich mit der Situation nicht zufrieden waren. Oftmals gab es keine Arbeit für uns und wir fragten uns, warum wir hier sind und warum der Park zwei Freiwillige nimmt, wenn er keine Arbeit hat. Das Gespräch verlief jedoch recht positiv und ich blicke positiv gestimmt in die Zukunft. Wenn ich es richtig verstanden habe, sollen Ramon und ich den Park attraktiver für Kinder gestalten. Wir sollen eine Art Freizeitangebot schaffen. Nun kenne ich meine Möglichkeiten im Projekt, bin mir jedoch nicht sicher, wie ich sie umsetzen soll. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.
Übrigens hat das Gespräch ergeben, dass ich jetzt einmal die Woche in die Schule gehen darf , um als Assistent-Lehrer für Englisch zu arbeiten. Der Weg dorthin, war jedoch sehr lang und schwer. Die Direktorin vom Park wollte mich lange Zeit nicht freigeben. Sie hat mein Ziel einfach nicht verstanden. Natürlich ist auch etwas Eigennutz bei der Sache, da ich Stunden für mein Vorpraktikum an der Uni sammeln muss.:) Es ist jedoch auch klar, dass ich einfacher Kontakt zu Kinder und Jugendlichen finden werde, um diese für die Freizeitangebote im Park zu begeistern. Das ist mein Plan. Es war jedoch schwierig, ihr es verständlich zu machen. Die Struktur in der Direktion ist sehr streng gegliedert. Es gibt eine Direktorin und sie ist für alles verantwortlich. Sie will alles Wissen und Entscheiden. Eigentlich ist eine andere Mitarbeiterin für uns verantwortlich. Diese ist jedoch nicht so selbstbewusst, um sich gegen die Direktorin durch zusetzten. Fazit: Die Atmosphäre in meinem Projekt ist häufig zerfahren, es gibt jedoch auch schöne Tage. Es ist sehr unterschiedlich und wetterwendig. Seit dem Gespräch hat sich meine Situation schon verbessert. Ramon sieht es nicht ganz so. Allerdings weiß ich manchmal echt nicht, was er erwartet.
Genug davon.
Die Woche verbrachten wir damit, ein Frühlingsfest zu organisieren. Unsere Ideen waren gefragt und wir durften fast alles umsetzten. Eine hat die Direktorin abgeschmettert. Warum? Keine Ahnung. Ist auch egal.
Nach dem Fest machten Eva und ich uns auf den Weg nach Siauliai, um türkische Volunteers zu besuchen und den restlichen Tag mit ihnen zu verbringen. Es war ein sehr schöner Tag, der jedoch viel zu schnell verging. Am Sonntag machen wir uns dann auf in Richtung Panevezys. Leider hatten wir beim Trempen nicht so viel Glück und brauchten für 80km fast 3h. Man kann nicht immer Glück haben. Das Wetter an dem Tag war echt mies. Vielleicht wollte uns deswegen keiner mitnehmen.
Die Woche verging sehr schnell. Am Montag waren wir im Kino. Es gab einen deutschen Film. Sehr nett und der Eintritt war frei. Super. Den Rest der Woche verbrachte ich damit, meine Präsentation über Deutschland und Thüringen vorzubereiten. Auch hier gab es wieder Unstimmigkeiten mit der Direktorin. Sie wollte einfach alles haben. Geschichte,Landschaft, Flora$Fauna. Das hat die Präsentation meiner Meinung nach total aufgebläht und macht sie langweilig, aber was solls. Morgen werde ich sehen, ob sie ankommt.
In dieser Woche begann auch der Schnee zu schmelzen und wir hatten teilweise sommerliche 15°. Die Schneeschmelze hatte jedoch zu Folge, dass es in Krekenava ein Hochwasser gibt. Der Fluss war in der ersten Tagen 3m über Normalstand. Wenn nicht sogar noch mehr. Mittlerweile hat er immer noch 2m mehr Wasserstand als zuvor. Hier säuft alles ab. Das Schlimmste Hochwasser seit 30 Jahren. Echt Wahnsinn. Bilder folgen.;)
Das Wochenende blieb ich zu Hause und malerte mein Zimmer. Jetzt finde ich es echt gemütlich und fühle mich schon fast wie zu Hause. Allerdings überkamen mich an diesem Wochenende auch die ersten Heimweh- Attacken. Keine Ahnung warum, aber ich verspürt einfach nur den Drang zur Heimat. Vielleicht lag es daran, dass ich komplett alleine in der Wohnung war, da meine Mitbewohner ausgeflogen waren oder an der Präsentation, in der ich mich zwangsläufig mit meiner Heimat auseinandersetzten musste. Keine Ahnung. Jedenfalls war es echt eine krasse Erfahrung. Ich hatte vorher noch nie Heimweh und hoffe, dass sich die Attacken in Zukunft nicht häufen werden. Deswegen beschloss ich am Wochenende nie wieder alleine zu sein. REISEN GEGN HEIMWEH!
Das war es eigentlich auch schon für diesen Monat.

Weiterhin kann ich sagen, dass es schwierig ist, Kontakt zu Litauern zu finden. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich die Sprache nicht beherrsche. „Die Grenzen meiner Sprache ist die Grenze meiner Welt“ Dieser Spruch bewahrheitet sich in letzter Zeit sehr oft. Selbst wenn ich versuche litauisch zu sprechen, kommen die Menschen keinen Schritt auf mich zu, sondern schauen mich nur schief an. Keine Ahnung woran das liegt. Wenn ich mit netten Litauern darüber spreche, schieben die es immer auf die Sowjetzeit. Die Menschen sind deswegen verbohrt und nicht so offen gegenüber Ausländern. In Panevezys gibt es so gut wie keine Ausländer, außer uns Freiwilligen. Das macht es sehr schwierig, da die Leute einfach nicht mit Ausländern rechnen. Für mich ist es auch schwierig, da ich die ganze Zeit mit anderen Freiwilligen leben kann. Ich bin also nicht auf die Litauer angewiesen. Ich versuche jedoch nicht das typische Volunteer- Life zu leben. Wir werden sehen wie es sich in Zukunft entwickelt.

So jetzt habe ich eine Menge geschrieben und hoffe, dass es nicht zu viel war. Ich verspreche in Zukunft mehrere kleine Texte zu verfassen.

PS.: Schönen Gruß an Anett aus dem Konsum
meine Mail-Adresse: joern.foertsch@ano.to

Ich beantworte dir gerne deine Fragen.:D
Schönen Gruß an die Leute im Dorf.

Gruß
jörn

Freitag, 12. März 2010

Vilnius 5.3.2010- 7.3.2010

Vilnius – Kaziukas Bazzar




Labas,

dieses Wochenende habe ich mit Eva, Ramon und Johannes einige EVSler in Vilnius besucht. Wir starteten um 16h von der Busstation in Richtung Vilnius. Wir hatten ein kleines Schild dabei.Die Aufschrift?
Vilnius. Ja! Ihr lest richtig. Wir sind die 136 km nach Vilnius getrempt. Bei schlechtem Wetter mussten Eva und ich nur 15 Minuten warten, eh ein Auto anhielt. Das ist echt Rekord. Wir stiegen in ein relativ altes Auto, welches von einer Frau um die 40 gefahren wurde. Welche Probleme das Auto machen würde, erfuhren wir erst später. Zuerst waren wir überglücklich, dass wir so schnell ein Auto gefunden hatten. Alles lief super glatt. 25 km vor Vilnius begann, dass Auto zu stottern. Die Frau zuckelte im ersten oder zweiten Gang über die Autobahn. Jedes mal, wenn sie hoch schaltete, ging das Auto aus.Ich hatte Angst. So ging es bestimmt 2km, bis das Auto letztendlich ganz den Geist aufgab. Da standen wir nun. Mitten auf der Autobahn und draußen hatte ein ekliger Schneesturm begonnen.Leider haben wir die Frau nicht so gut verstanden. Letztendlich vermuteten wir, dass das Benzin alle war und gaben ihr zu verstehen, dass wir im Auto warten werden und nicht aussteigen, wie sie vor schlug. Wie auf wundersame Weiße funktionierte das Auto 5 Minuten später doch wieder. Wo das Problem lag? Ich habe keine Ahnung. Wir sagten ihr, das wir in den Stadtteil Fabijoniski wollen. Sie zuckte mit den Schulten und meinte, das sie nicht weiß wo das ist. Also gut. Am nächsten Busstop stiegen wir aus und kontaktieren Maria. Sie ist eine EVSlerin aus Vilnius, bei der wir schliefen. Durch Fehlkommunikation zwischen Eva und mir stiegen wir in irgendeinen Bus Richtung Zentrum.Johannes meinte zu mir, dass wir nicht ins Zentrum müssen. Im Bus sprachen wir eine junge Frau an, die uns bereitwillig half die Tickets zu stempeln und die Straße zu Marias Wohnung zu finden.
Am Ende hat sich herausgestellt, das wir schon fast an der Wohnung waren. So haben wir Remigia kennen gelernt, die wirklich sehr nett war und uns ein wenig das Zentrum zeigte. Vilnius bei Nacht ist wirklich sehr schön. Wir verabredeten uns mit Remigia für Samstag Abend und verabschiedeten sie am Busstop Richtung Fabijoniski.
20h waren wir endlich in der Wohnung. Wir brauchten sagenhafte 2h für eine strecke von 500m. Ramon und Johannes waren natürlich schon viel eher da als wir, obwohl sie später in Vilnius ankamen. Challange verloren. So ein Mist aber auch. Sei es wie es sein. Mein erste Hich haking- Erlebnis werde ich nicht vergessen.

Johannes und Ramon haben für uns gekocht und wenig später trafen andere Freiwillige ein. Es war eine sehr nette, multikulturelle Runde mit Freiwilligen aus Österreich,Spanien,Frankreich und Deutschland. Später fuhren wir in die Stadt und stiegen in einem Szene Club ab. Ne richtig alte Spielunke. Es war eine sehr geile Atmosphäre. Auch wenn die Musik nicht der Kracher war, sind alle ordentlich ab gegangen und wir feierten bis in die frühen Morgenstunden. Gegen 4 ging es dann nach Hause.
Völlig kaputt kamen wir in Marias Flat an. Die Nacht wehrte nur kurz, den am nächsten Tag brachen Ramon, Eva und ich gegen 11h in Richtung Stadtzentrum auf, um den großen Basar zu besichtigen. Wie groß er wirklich war, sollte sich erst später raus stellen. Im Bus zur Stadt trafen wir einen anderen Freiwilligen aus Österreich, welcher uns zum Markt begleitete.
Am Markt angekommen konnten wir uns vor Menschenmaßen nicht retten. Manchmal war es kaum möglich an einem Stand stehen zu bleiben. Das war natürlich voll mein Ding. Nach und nach stießen mehr Freiwillige zu uns und wir waren eine schöne kleine Gruppe. Der Vormittagund Nachmittag vergingen relativ schnell. Es wurde Abend und der Markt leerte sich. Wir durften noch an einem Tanzfest in der Stadt teilnehmen. Die Frauen trugen traditionelle Kleidung und ein Paar tanzte Polka. Die Stimmung war echt super und der fahrende Obstkorb tat sein übriges. Zu späterer Stunde war es sehr angenehm über den Bazzar zu bummeln. Mittlerweile wurde es wieder richtig kalt und es machte sich bemerkbar, dass wir den ganzen Tag unterwegs waren. Ich war richtig durch gefroren.
Gegen 18h fuhren wir wieder zur Flat und Maria bekochte uns. Nach der Stärkung sollte es wieder los gehen. Wir trafen andere Freiwillige. Es stellte sich jedoch heraus, dass ich der Party am Vortag und dem anstrengenden Trip durch die Stadt Tribut zollen musste. Ich war an dem Abend total kaputt auch wenn die Bar echt nett war. Der Abend wehrte nicht lange und wir fuhren zu Maria. Schlafen. Einfach nur schlafen.
Sonntag Morgen starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück unsere Rückreise.
Diesmal mussten wir länger auf ein Auto warten. Dafür kamen wir ohne Probleme in Panevezys an.
Fazit:
Vilnius ist geil.
Hich haking fetzt
Vielen Dank an Maria.
Es war nicht der letzte Trip nach Vilnius.

An dieser Stelle Grüße ich Tante Elke und Tante Tina, welche immer fleißig meinem Block lesen.;)

Visa gero

joern

PS.: Ich heiße jetzt hier Jonas. Jörn ist wohl zu schwer.

Sonntag, 28. Februar 2010

Der Alltag zieht ein

Hallo liebe Freunde und Familie,

wie es die Überschrift schon sagt, habe ich mich an das Leben hier recht schnell gewöhnt. Heute lasse ich mal die letzte Woche Revue passieren und ihr könnt ein wenig in das Leben eines EVSlers eintauchen.

Am Montag sollten wir eigentlich eine Scouting-Trip für Schulkinder vorbereiten. Leider wurde daraus nix, weil die Kinder erst nächste Woche kommen. Also Montag war abgammel Tag. Ich war mit Ramon ein wenig in Krekenava und dann habe ich Olympia geschaut. Was für ein Arbeitstag. Allerdings war ich echt enttäuscht und hoffe, dass diese Situation nicht zum Standart wird.
Zum Glück wurde ich schon am Dienstag eines besseren Belehrt. Mit Lina und Roberto ging es auf Regionalparkkontrolle. Sehr spannend, sehr interessant.
Am Mittwoch sollte ich meine erste litauisch Stunde haben. Leider war es nur ein Meeting mit Small-Talk. Meine Lehrerin machte einen sympatischen Eindruck. Ich werde in der Zukunft sehen, ob sich dieser bestätigt. Nach dem Meeting erkundeten wir mit Loreta die Stadt. Sie zeigte uns verschiedene Einkaufsmöglichkeit. Nach einem Besuch in der Stadtbibliothek liefen wir nach Hause und ich verbrachte den restlichen Tag mit Hausarbeit. Jaja. Wäsche waschen und so ein Zeug. Mutti? Wo bist du?;)
Donnerstag bekamen wir eine echte Frimelarbeit. Wir stellten verschiedene Schablonen für Aussichtspunkte her. Buchstaben ausschneiden ist natürlich genau meine Welt. Wir haben es dann doch ganz gut hinter uns gebracht.
Freitag sollte dann richtige Waldarbeit auf uns warten. Die Bäume und Sträucher im Direktorium mussten gestutzt werden. Alle Mitarbeiter halfen und der Vormittag ging relativ schnell vorbei. Ab zum Mittag in die Schule. Dort angekommen erfuhren wir, dass wir den Schülern während unserer Zeit hier landestypische Gerichte aus Deutschland und Spanien kochen dürfen. Da hat man mich wohl mal wieder falsch verstanden. Prost Mahlzeit. Mutti, Omi? Wo seit ihr? Naja. Das Problem wird schon gelöst. Freitag Abend erkundete ich mit Margit(Österreich),Elise(Frankreich) sowie Eva und Frederike(beide Deutschland) das Nachtleben in Panevezys. Ich war echt erstaunt. Kein Mainstream- Dresscode bei den Jugendlichen. Alle voll dabei. Alle voll am abgehen. Alle unterschiedlich. Nur der DJ war nicht der Kracher. Wenn man kein Rythmusgefühl hat, sollte man das Spielen auf Bongos unterlassen.;)
Alles in allem ein toller Abend.
Dieses WE Stande ganz im Zeichen des Chillens. Eigentlich habe ich nicht viel gemacht. Samstag bekam Eva eine Stadtführung von einer Einheimischen. Da habe ich mich einfach angeschlossen. Jetzt kenne ich die Stadt zumindest ein bisschen. Am Abend schaute ich Fussball und gammelte im Inet rum. Nix tolles. Heute war auch eher Faullenzertag. Sonntag eben.
So ihr Lieben. Das war es auch schon für diese Woche. Nächste Woche werde ich von tolleren Sachen berichten. Versprochen!

iki

Sonntag, 21. Februar 2010

Winterparty Krekenava 20.02.2010


Labas liebe Freunde und Familie,

Samstag war es endlich so weit. Das erste Event mit Jugendlichen aus Litauen. Die Direktion meines Projektes veranstaltete für die Schüler der 11 und 12 Klassen ein kleines Winterfest. Wir wurden in die Organisation und Durchführung voll mit einbezogen. Da war es auch nicht schlimm am Samstag zu arbeiteten. Die Organisation nahm die ganze letzte Woche ein. Wir sammelten Ideen für Spiele, bereiteten ein Lagerfeuer vor und perparierten die verschiedenen Stationen.
Entgegen meiner Befürchtung, hatten die Jugendlichen sehr viel Spaß und waren hoch motiviert, als Sieger hervor zugehen. Es gab 8 verschiedene Disziplinen. Baumstamm tragen, Eierlaufen, Schneefiguren bauen, Geschwindigkeitsrodeln, Kunstrodeln, Ballontanz,um die eigene Achse drehen und dann den Berg hoch laufen und ein kleines Fangerspiel.

Die Jugendlichen kamen 10h an der Direktion an. Als Erstes wurden Ramon und ich den Schülern vorgestellt. Wir sind die ersten Freiwilligen in Krekenava und so war das Aufsehen riesig. Leider ist die Kommunikation schwer, weil nur wenige Englisch sprechen. Nach der Begrüßung starteten die Wettkämpfe. Ich war beim Eierlaufen. Die Schüler mussten, mit dem Löffel bewaffnet, einen kleinen Parcour meistern. Die Spiele gingen relativ schnell um. Den Abschluss bildete das Schneefiguren bauen. Ich war echt beeindruckt, was für Ideen in den Jugendlichen steckten.






Nach den Spielen gab es für alle einen warmen Tee und eine Kleinigkeit zu Essen.
Ich unterhielt mich mit Julius, Greta und Indre. Die Drei Sprechen gut Englisch und wir werden in Zukunft öfter etwas zusammen unternehmen.
Nach dem warmen Tee und netten Gesprächen fuhren wir in die Schule zum Mittag essen und von dort zurück nach Panevezys.

Fazit: Es war ein sehr schöner Vormittag, der zu schnell verging. Ich wäre lieber noch in Krekenava geblieben.

Schneemann baun und Schneeballschlacht Winter ist so schön

So ihr Lieben.


Ich zeig euch mal, was wir so mit unserer Freizeit anfangen.


Das war ich.




Das ist Ramon.

Dienstag, 16. Februar 2010

Die erste Woche




Montag 08.02.2010

Der Montag verlief relativ ereignislos. Das einzig Produktive war die Eröffnung eines Bankkontos. Doch der Weg dort hin ist schon eine Erzählung wert. Da Johannes litausch Unterricht hatte, versuchte ich allein das große Einkaufcenter in Panevezys (Babilonas) zu finden. Ich suchte in jede Richtung und trotz guter Beschreibung scheiterte das unternehmen. 14h war ich mit Johannes im Stadtzentrum verabredet. Also nahm ich kurz vor 2 den Bus in Richtung Zentrum. Leider wusste ich nicht, an welcher Haltestelle ich aussteigen musste. Ich nahm irgendeine, die mir Zentrums nah erschien. Das ging natürlich schief. Ich war irgendwo in der Stadt. Das war nicht das Zentrum. Ich verfolgte den Bus eine Zeit lang und kam Glücklich am Zentrum an. Die Bushaltestelle, an der ich mit Johannes verabredet war, fand ich natürlich nicht. So ging eine Suchaktion los, die ich noch nie erlebt habe. Über eine Stunde irrte ich durch die Stadt und suchte die Haltestelle bzw. Johannes. Zu allem Übel war mein Handy- Akku leer. In solchen Situationen kommt immer alles zusammen. Plötzlich sah ich Johannes am Iki und rannte ihm nach. Dann war er wie vom Erdboden verschluckt. Wieder suchen. Langsam verflog meine Zuversicht. Ich entschied mich an einem Ort zu warten. Siehe da . Die Taktik war erfolgreich. Nach 10 Minuten hörte ich, dass mir bekannte: „Labas“. Endlich gefunden. Die Uhr stand auf viertel vier. Wir gingen zur Bank und es folgte ein Bürokratiemarathon, welcher sich auch in Deutschland sehen lassen kann. Dann gab es noch sprachliche Probleme. Zu allem Übel setzte der Drucker aus und ich war insgesamt eine dreiviertel Stunde in der Bank. Der Tag klang ereignislos aus.

Dienstag 9.02.2010

Ich ging mit Hannes zur Bücherei und schaute mir an, was er den da so treibt. Die Antwort? Nicht viel. Er ist dafür zuständig, Kinder zu bespaßen. Leider kamen die Kinder nur wegen den PCs in die Bücherei. Das musste auch ich erfahren. Ich spielte mit Thomas(8) und seiner kleinen Schwester Egle(6) Dame. Plötzlich standen beide auf, ließen mich sitzen und spielten Computer. Komisches Gefühl. Nach der Bücherei passierte nichts mehr.


Mittwoch 10.02.2010

Nun sollte es soweit sein. Das erste mal Krekenava. 11h fuhren wir mit Alma zu einem Parkplatz nähe Panevezys und von da ging es weiter mit Roberto. Beide sind super nett. Alma kann etwas Deutsch und Roberto etwas Englisch. Beide bemühten sich uns zu verstehen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Auf der Fahrt sah ich zum ersten mal in meinem Leben Bisons in freier Wildbahn. Das Gefühl war unbeschreiblich. Im Direktorium des Parks angekommen, wurden wir von allen herzlich Begrüßt und es war Zeit für einem Brunch. Ramon und ich mussten alles probieren, was aufgetischt wurde. Alles war mega lecker. Es gab eine Menge litauische Spezialitäten. Die Mitarbeiter bemühten sich, Englisch zu sprechen und wir versprachen ihnen Litauisch zu lernen. Es folgte wieder ein Bürokratiemarathon, welcher sich um Arbeitsschutz handelte . Zwischendurch war Zeit, um ein paar Bilder zu knipsen. Nach einem deftigen Mittag gab es eine Stadtbesichtigung durch Krekenava. Die Stadt hat ungefähr 1500 Einwohner und wirkt sehr idyllisch. Ich mag sie. Unsere Stadtführer waren Roberto und Lina. Beide versuchten uns alles zu erklären. Als wir von unserem kleinen Trip zurück kamen, gab es einen warmen Tee und einen nettes Gespräch. Es ging um verschiedene Sprachen und Dialekte. Nach dem Tee ging es zurück nach Panevezys. Morgen ist unser erster richtiger Arbeitstag. Es geht mit Roberto in den Wald. Was wir da machen? Keine Ahnung. Ich habe Roberto nicht verstanden. Ich werde euch morgen berichten.
Donnerstag 11.02.2010

Der erste Arbeitstag. Es handelte sich um einen Baum, welcher im Herbst umstürzte und in den See fiel. Der See war natürlich gefroren. Trotzdem kamen wir zu Dritt schnell voran. Arbeiteten allerdings nur von 10-12. Danach machten wir in der Schule Mittag und Roberto gab uns zu verstehen, dass wir heute nicht mehr arbeiten. Man kann es also nicht mit der Arbeitsmoral in Deutschland vergleichen. Im Park herrscht kein Stress. Frei nach dem Motto.“Was ich heute net mache, mache ich Morgen.
In der Schule angekommen, gab es die ersten Delikatesse Litauens. Es nennt sich Zeppelin und ist mit Fleisch gefüllte Kartoffel. Sehr lecker. Während des Essens traf ich zum ersten mal auf Julius. Eine Art Betreuer, der noch zur Schule geht. Er scheint noch ziemlich Klischee behaftet zu sein. Ich hoffe, dass ändert sich in den nächsten Monaten. So ist er echt nett und sein Englisch ist gut.;)
Nach dem Essen, gab es eine Tea- Time und wir fuhren zurück nach Pane....


Freitag 12.02.2010

Die erste Woche in Panevezys
Aufgrund des schlechten Wetters konnten wir unsere Arbeit vom Vortag nicht beenden. Wir mussten Schnee schippen. Mit Ramon machte es einfach nur Fez. Danach fuhren Roberto und Alman mit Ramon und mir in eine Bison Reservat. Diese Tiere sind wirklich beeindruckend. Auch wenn die 17 Stumbras hier im Reservat leben, so gibt es doch auch noch ungefähr 40 Tiere, die in freier Wildbahn leben. Das ist einmalig in Europa. Nach den Stumbras zeigten uns Alma und Roberto einen alten Bunker, in denen litauische Partisanen nach dem II WK gegen die Sowjetarmee kämpften. Es war ein sehr interessanter Ausflug in die litauische Geschichte.
Nach dem kleinen Ausflug fuhren wir wieder in die Schule um zu Essen. An diesem Tag stand eine große Feier an. Die Klassenstufe von Julius steht 100 Tage vor den Prüfungen. Der Aufruhr und die Vorbereitung waren in vollem Gange. Als wäre, das nicht genug platzten auch noch zwei Ausländer zum Mittag, mitten in die Vorbereitung. Ich hab noch nie so viele Blicke geerntet. Es war komisch. Nach dem Essen fuhren wir nach Pane... und ich bereitete mich auf den Kurztrip nach Tallinn vor.

Sonntag, 14. Februar 2010

Einmal nach Tallin bitte

Labas,

nach der ersten Woche wartete dieses WE das erste Highlight. Mit anderen Freiwilligen fuhr ich auf einen Kurztrip nach Tallinn. Wir starteten Freitag Abend 23h mit dem Bus und erreichten Tallinn 6.30h am nächsten Tag. Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir einen Stadtrundgang. Was soll ich euch über Tallinn erzählen? Die Stadt ist einfach wunderschön. Ich bin von der tollen Architektur noch völlig überwältigt. Die engen, belebten Gassen, sollte man einfach mal gesehen haben. Nach der Tour durch Tallinns Altstadt ging es in ein Restaurant zum futtern. Danach trafen wir estische Volunteers, die einigen von uns Unterschlupf gewehrten. Für mich ging es in ein Hostel.Ich mag das Hostel- Leben. Nach dem Abendbrot erkundeten wir das tallinner Nachtleben. Auch hier lässt sich sagen, dass sich Tallin nicht vor anderen europäischen Großstädten verstecken muss. Gute Bars und tolle Clubs. Die meisten ohne Eintritt. Es war ein sehr schöner Abend. Auch wenn ich in Gedanken oft bei meinen Faschingsfreunden Wernburg war. Ich wünsch euch an dieser Stelle ein super WE. Wernburg Gülle Gülle.

Sonntag.
Auf Grund der langen Nacht starteten wir Sonntag erst 14h30. Volunteerlive;)
Wir machten eine schöne Runde und besuchte zwei Museen. Bei dem einen ging es um Schifffahrt und bei dem anderen ging es um die Zeit der Besetzung durch die Sowjets und die Deutschen. Bilder gibt es bei Meinvz. Am Abend enterte Markus (Österreich) und Raimon (Spanien) und ich eine Sportsbar und wir schauten, das Spiel von Barca gegen Athletico Madrid. Der Tag ging schnell vorüber. Ab zurück ins Hostel

Montag.

Am letzten Tag unserer Reise besuchten wir die Ostsee. Hierbei entstanden viele schöne Bilder. Konnte sogar über die Ostsee laufen. Sie ist am Ufer gefroren. Dann ging es wieder zurück in die Altstadt und auf Souvenirsuche. Auf diesem Rundgang konnte ich noch eine Aussichtpunkt auf dem Berg der Stadtbesuchen. Super.
Dann ging es zurück ins Hostel und wir machten uns für die Heimreise fertig. 21h fuhr der Bus nach Panevezys.

Fazit: Aus finanzieller Sicht war es zwar nicht schlau nach Tallin zu fahren, es hat sich aber gelohnt. Tallinn ist wunderschön.

Sonntag, 7. Februar 2010

Welcome to Lithuania




Labas,

nun habe ich das erste Wochenende geschafft. Es war ein super Wochenende. Die Anreise verlief super. Naja... Zumindest bis Riga;).
8h43 verabschiedete ich mich von meinen Eltern und stieg in den Zug nach Berlin. Dort wartete Saskia auf mich, die mich die letzten paar Stunden in Deutschland begleitete. Ohne sie wäre es schon ein Abenteuer geworden, vom Hauptbahnhof zum Flughafen zu kommen. Aciu Saskia. Der Flug war super. Ich konnte einen Fensterplatz ergattern. Top Aussicht! Am Flughafen in Riga gelandet, erkundigte ich mich an der Touri-Info, ob der Bus nach Panevezys fährt. Die nette Dame bestätigte meine Information und ich war zufrieden. Weiter zum Wechselbüro, um Geld für die Busfahrt zu tauschen. Alles lief super.Danach lies ich mir den Weg zum Busstop beschreiben. Dort angekommen, erlebte ich die erste kleine Überraschung. Es geht ein Bus um 19h05 nach Panevezys. Super. Dann muss ich nur 1 Stunde 30 warten. Alle anderen Busse fuhren nach Plan. Nur mein Bus war kurz nach 7 nicht da. Es war sau kalt. Ich vertrieb mir die Zeit mit Small-Talk und Musik hören. Banges warten. 19h45 kam mein Bus. Glück! Als ich dem Busfahrer sagte, wo ich hin wolle, runzelte er die Stirn. Offensichtlich, war er nicht Glücklich in Panevezys zu halten und schmiss mich irgendwo in Panevezys aus dem Bus. Dazu bekam ich eine Wegbeschreibung zum Busbahnhof, die nicht stimmte. Ich irrte ziellos und mitten in der Nacht durch Pane.... Voller Verzweiflung sprach ich die einzigen Menschen an, die auf der Straße waren. Ich fragte nach dem Busbahnhof und als er merkte, dass ich kein Litauer bin, antwortete er mir in sauberem Deutsch. Es war Markus. Ein EVSler aus Österreich, der mit meinem Mitbewohner Johannes auf mich wartete. Es folge eine kleine Party, da EVSler aus Kaunas bei uns waren. Samstag sollte es die richtige Welcome-Party steigen. Es waren über 20 Leute eingeladen. Vorher machte ich mit Markus und Francesco einen kleinen Stadtrundgang . Dieser war schnell abgehandelt. Trotz 120000 Einwohner wirkt Panevezys eher trostlos. Nach dem Stadtrundgang traf ich zum ersten mal meine Tutorin Rasa. Sie ist nett, aber ich habe Probleme ihr Englisch zu verstehen. Sei es wie es sei. Nach dem Treffen ging ich mit Johannes zu unserer Wohnung. Die ersten Gäste waren schon da. Es war ne super Party. Um die 30 Leute waren in unserer 3-Raum-Wohnung. Sehr kuschlig;) Ich lernte an diesem Abend, fast alle EVSler aus Litauen kennen. Unsere Freunde aus Kaunas und Vilnius waren komplett vertreten. In EVS-Kreisen sind wir die Partyflat;). Heute war alles sehr anstrengend. Wir mussten die Bude putzen. Was für ein Saustall! Jetzt fühle ich mich hier eigentlich recht wohl. Auch wenn es einige Ecken gibt, welche mir nicht gefallen. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Ich bin guter Dinge;)
Gerade habe ich mein Zimmer etwas heimatlich gestaltet.